Rückkehrzentrum Sachsen-Anhalt
Das Rückkehrzentrum begleitet Migrantinnen und Migranten Schritt für Schritt bei der freiwilligen Rückkehr in ihr Heimatland.
Beratungsstelle zur freiwilligen Rückkehr
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Den Grundstein für die heutige Rückkehrberatung legte die Diakonie Jerichower Land – Magdeburg am 1. Januar 2015 gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt sowie dem Diakonischen Werk Trier und Simmern-Trarbach mit dem Start eines Projekts zur Förderung der freiwilligen Rückkehr von Drittstaatsangehörigen.
Ab 2019 bot das Kompetenzzentrum zudem Beratungen in der Landesaufnahmeeinrichtung (LAE) Magdeburg an, um den dortigen Bewohnern frühzeitig über Möglichkeiten einer freiwilligen Ausreise zu informieren.
Seit 2020 wird das Projekt eigenständig unter dem Namen „Rückkehrzentrum Sachsen-Anhalt“ geführt. Die Zielsetzung ist dabei unverändert geblieben: Das Rückkehrzentrum berät rückkehrinteressierte Personen und unterstützt Mitarbeitende in Kommunen, Verbänden und Vereinen zu allen Fragen rund um die geförderte freiwillige Rückkehr.
Um dieses Angebot noch besser zugänglich zu machen, eröffnete das Rückkehrzentrum 2021 eine Außenstelle in Halberstadt. Dort werden Beratungen in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt (ZASt) durchgeführt. So erhalten Rückkehrinteressierte bereits in einer frühen Phase des Asylverfahrens die Möglichkeit, sich über freiwillige Rückkehrprogramme und deren Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren.
Mit der Eröffnung der neuen Landesaufnahmeeinrichtung (LAE) in Stendal wurde das Beratungsangebot im Jahr 2024 weiter ausgebaut. Die dort eingerichtete zweite Außenstelle wird ebenfalls durch das Rückkehrzentrum Sachsen-Anhalt betreut und trägt dazu bei, noch mehr Menschen frühzeitig zu erreichen und zu begleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der individuellen Beratung in Hafteinrichtungen. Als Alternative zu einer Abschiebung werden persönliche und lebensnahe Perspektiven für eine freiwillige Ausreise aufgezeigt. Ziel ist es, eine Rückkehr in Würde zu ermöglichen und den Betroffenen einen selbstbestimmten Neustart im Herkunftsland zu erleichtern.
Für Fragen zur geförderten freiwilligen Rückkehr sowie zu den bestehenden Beratungs- und Förderangeboten steht Ihnen das Team des Rückkehrzentrums Sachsen-Anhalt gerne zur Verfügung.
Unser Serviceangebot für Rückkehrinteressierte:
- Glaubensunabhängige, ergebnisoffene und individuelle Beratung
- Ermöglichung einer würdevollen freiwilligen Ausreise als Alternative zur Abschiebung
- Informationen zu Rückkehr- und Reintegrationsprogrammen (z.B. REAG/GARP, EURP und weitere)
- Erarbeitung von Rückkehrperspektiven (z.B. Existenzgründung im Heimatland)
- Unterstützung bei der Beschaffung von ausreiserelevanten Dokumenten
- Beantragung der Reisekosten und der finanziellen Unterstützung für die Rückkehr ins Heimatland (inkl. eventuell erforderlicher medizinischer Versorgung)
Unser Serviceangebot für in der Rückkehrberatung tätige staatliche und unabhängige Stellen:
- Unterstützung bei allen Fragen zur freiwilligen und geförderten Rückkehr
- Unterstützung bei Existenzgründungen im Heimatland
- Unterstützung für Spezialfälle in der Rückkehrberatung (z.B. unbegleitete Minderjährige, medizinische Härtefälle und weitere vulnerable Gruppen)
- Ausrichtung von Fachtagungen
- Möglichkeiten zur Hospitation an den Standorten

Kontakt
Beratungszentrum Magdeburg
Leibnizstr. 4
39104 Magdeburg
Tel. 0391 / 5 32 49 – 21 / – 23